Deutscher Bundestag. Thema: Kinder mit Down Syndrom. Dr. Matthias Bartke ist am Wort.

Kennen Sie das? Sie werden eine Rede halten. Aber Sie dürfen maximal drei Minuten lang reden. Keine Sekunde mehr!

Wenn ich rede oder wenn ich für jemanden eine Rede schreibe, verlangt mir die 3-Minuten-Rede die meiste Anstrengung ab. 10 Minuten zu reden ist viel leichter.

In 3 Minuten die Botschaft so rüberbringen, daß Hirn und Herz der Hörer berührt und aktiviert sind und daß dann im guten Fall sogar eine Richtungsentscheidung in die gewünschte Richtung erfolgt – das ist eine Kunst.

Dr. Matthias Bartke beherrscht diese Kunst gut. 

Ich zeige Ihnen hier seine Rede, die er am 11. April 2019 in der Bundestagsdebatte gehalten hat.

Ich habe einen Gutteil der Sitzung angesehen. Es ging um die Frage, ob Tests zum Herausfinden, ob das ungeborene Baby das Down Syndrom hat, von der Krankenkasse bezahlt werden sollen oder nicht.

Den Vorsitz der Sitzung hatte der Bundestagspräsident Schäuble höchstpersönlich. Und er machte es tatsächlich so, mit aller Konsequenz: Hat jemand die 3 Minuten überschritten, hat der Herr Präsident das Mikrofon des Redners ausgeschaltet und gesagt: „Ihre Rede ist jetzt zu Ende. Als Nächstes spricht Herr …“

Dr. Bartke hat knapp unter 3 Minuten beendet. Und wie! 

Sehen Sie hier die Videoaufnahme dieser Rede.

Ist sie nicht mehr abrufbar: Hier finden Sie das Transkript der Rede (PDF).

Und hier meine Analyse dieser Rede (PDF)

Sehen Sie sich zuerst die Rede an und machen Sie sich ein Bild von ihr. Und vergleichen Sie das dann mit dem Bild, das ich von dieser Rede habe und warum ich sie für ausgezeichnet halte. 

© Foto: youtube.com

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