Darf ich Negerbrot sagen? Meine Schokolade vom Zehrer.

Géza Ákos Molnár 20. Juli 2026


Hier sehen Sie mein Negerbrot, wie es mir die Klagenfurter Konditorei Zehrer geschickt hat.

© Molnár

Warum ich, aus Wien, die Schokolade in Klagenfurt kaufe? 

Es gibt da eine linksextreme, wohl fälschlich so genannte antifaschistische Gruppe, die ihre Ansichten anderen gerne aufzwingen will. Weil sie den Begriff Negerbrot für böse und rassistisch hält und weil sie das Wort Negerbrot verschwinden lassen will (man nennt das ‚cancel culture‘), greift sie auch zur Gewalt. 

Vor ein paar Wochen besprühten diese Leute die Konditorei Zehrer mit rosa Farbe. Das ist ihre Art von Protest und Drohung. Das nächste Mal würde die Konditorei brennen, kündigten diese Gewalttäter an.

‚Cancel culture‘ versus ‚Freiheit und Respekt‘

‚Cancel culture‘ ist zwar modern, nicht nur bei den Islamisten, jahrtausendealte, aus ihrer Sicht gotteslästerliche Statuen und Tempelanlagen einfach so in die Luft sprengen, sondern eben auch bei den fälschlich sich Antifaschisten nennenden linksextremen Leuten. Ob modern aber automatisch in die einzig richtige Richtung weist, darüber kann man fröhlich streiten.

Meine Sicht der Dinge, in 5 Punkten:

  1. Negerbrot ist ein altes, schönes Wort. Neger kommt vom lat. niger und heißt schlicht schwarz. Diese dunkle Nußschokolade heißt im deutschen Sprachraum seit gut hundert Jahren Negerbrot. Vielleicht wollte man mit Brot werbetechnisch suggerieren oder zugeben, Schokolade wäre ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel. Ich kenne sie unter genau dieser Bezeichnung seit meiner Kindheit (geb. 1962). Ich liebe Negerbrot und ich sage Negerbrot und ich schreibe Negerbrot
  1. Wir haben verfassungsmäßig verbrieft Meinungs- und Redefreiheit und auch Erwerbsfreiheit. Wir dürfen Negerbrot sagen, es unter dieser Bezeichnung verkaufen und kaufen, schenken, weiterempfehlen und essen, in Maßen und in Massen. Das ist Freiheit, das ist Demokratie.
  1. Die Meinungsfreiheit umfaßt selbstverständlich auch die Möglichkeit, Negerbrot für ein schlimmes, rassistisches Wort zu halten. Das ist eine Frage der Weltanschauung. Wir dürfen dann eine Konditorei, die Nußschokolade Negerbrot nennt, meiden und uns auch zu Wort melden und sagen: Bitte nenne die Schokolade nicht Negerbrot. Wir dürfen sogar dazu einladen, Negerbrot lieber nicht zu kaufen, wenn es Negerbrot genannt wird. Das ist Freiheit, das ist Demokratie.
  1. Non vi, sed verbo: Was vernünftigerweise gar nicht geht, ist Gewalt anzuwenden, wenn man gegen das Wort Negerbrot ist. Non vi, sed verbo ist das Motto jeder respektvollen demokratischen Auseinandersetzung. Übersetzt: nicht mit Gewalt, sondern mit dem Wort. Das ist Freiheit und Demokratie. 
  2. Die fälschlich so genannten Antifaschisten sehen das ganz anders. Sie sagen: verbo et vi. Mit Wort und mit Gewalt. „Willst Du nicht mein Bruder sein, schlag ich Dir den Schädel ein.“ Sie haben an der Konditorei Zehrer in Klagenfurt gezeigt, welcher Gesinnung sie sind: gegen Freiheit und gegen Demokratie.

Was nun? 

Ich bin ein 100-prozentiger Freund der Freiheit. Ich setze mich für sie ein, wann und wo ich nur kann. 

Da ich sonst nichts für die Konditorei Zehrer in Klagenfurt tun kann, ist es das Mindeste, daß ich dann wenigstens einmal ein Negerbrot kaufe. Für ihr Rückgrat, sich die Freiheit der Produktbezeichnung nicht einfach nehmen zu lassen, gebührt der ganzen Mannschaft dieser Konditorei der höchste Respekt und Dank! 

Humor ist freilich die allerbeste Sache. Humorvoll, wie Kärntner eben sind, haben die ‚Zehrers‘ das copy & paste-Verfahren angewandt. Sie haben das schiache Graffiti der Chaoten auf das Negerbrot übertragen. Was für eine pfiffige Idee! Das ist Marketing für’s Herz. 

Außerdem, liebe Leser: Es schmeckt hervorragend. Schokoladeliebhabern kann ich das Negerbrot nur empfehlen. Bestellen und genießen Sie es auch, wenn Sie möchten!

© Molnár

Schlagwörter: , , , , , , .